

Brauereiwagen aus den 50er Jahren
Wie alles begann
Die Brautradition der Familie Kitzmann begann Anno 1733. Damals wurde Thomas Kitzmann als Brauer zu Unternesselbach erstmals urkundlich erwähnt.
Seither hat die Familie Kitzmann in ununterbrochener Reihenfolge das Brauhandwerk betrieben.
Anno 1833, also genau 100 Jahre später, erwarb Johann Lorenz Kitzmann die heutige Brauerei. Sie war bereits 1712 an der Südlichen Stadtmauer in Erlangen gegründet worden.
Die nachfolgenden Generationen bauten den Betrieb im Einklang mit der zunehmenden Beliebtheit des Kitzmann Bieres immer weiter aus. Nach und nach wurden die Neuerungen des Maschinenzeitalters, wie Dampfmaschine, Elektrizität, Kühlung und Eiserzeugung integriert.

Brauerei Kitzmann in den 50er Jahren
Mit Beginn der 50er Jahre erlebte die Brauerei einen beträchtlichen Aufschwung, den sie bis in die Gegenwart fortführen konnte.
Die Privatbrauerei Kitzmann präsentiert sich heute als leistungsfähige, mittelständische Brauerei, die voll und ganz für die Zukunft gerüstet ist.
Sie ist die einzige Erlanger Brauerei, die bis heute die große Erlanger Brautradition ohne Unterbrechung fortgesetzt hat. Den tief verwurzelten Werten der fränkischen Heimat fühlt sich auch die jüngste Familiengeneration in höchstem Maße verbunden.
Bei allen Erfolgen hat die Familie Kitzmann eines nie übersehen:
Die positive Entwicklung wäre ohne die Treue und das Engagement der vielen Kunden der Brauerei nicht möglich gewesen. Enge partnerschaftliche Beziehungen zu bestehenden und zu neuen Geschäftsfreunden sind deshalb auch für die Zukunft unser Ziel.
100 Jahre Gasthaus Polster und Brauerei Kitzmann

Jubiläum Polster & Kitzmann
Seit 1910 verbindet das Gasthaus Polster und die Brauerei Kitzmann eine enge Zusammenarbeit. Heute führen Johann Polster und Peter Kitzmann fort, was Urgroßvater Johann Baptist Polster und Großvater August Kitzmann begonnen haben. Bis 1910 wurde die Gaststätte Polster mit Bier der Büchenbacher Brauerei Pohl beliefert. Doch als diese den Braubetrieb einstellte, entschloss sich die Familie Polster, von nun an in ihrem Kosbacher Gasthaus Kitzmann Bier auszuschenken. Es war die Geburtsstunde einer Partnerschaft, die bis heute anhält.
Die Zusammenarbeit erlebte viele Höhen und Tiefen – wie dies zu einer langjährigen Partnerschaft gehört. Besonders die Kriegsjahre 1914-1918 und 1939-1945 sowie die Nachkriegszeiten stellten die beiden Familien und ihre Unternehmen vor große Herausforderungen: Gäste blieben aus, Personal war knapp. In den schweren Jahren rückten Polster und Kitzmann eng zusammen: Die Familie Polster führte zu jener Zeit neben der Gaststätte noch einen landwirtschaftlichen Betrieb. Als in den Jahren nach 1945 das Getreide knapp war, belieferte sie Kitzmann mit Braugerste – und half somit den Braubetrieb zu sichern.
Über Generationen hinweg blieb die Zusammenarbeit eine Konstante. Beispielsweise beim „Eisen“, dem Eisquader-Stechen. Als sich die Kühltechnik noch nicht durchgesetzt hatte, war diese gefährliche Arbeit notwendig, um das Bier im Bierkeller, beim Transport und in der Gaststätte kühl zu halten.
Aus der ehemaligen Dorf-Bierstube wurde schließlich ein Ort, der gehobene Küche mit bodenständiger fränkischer Kultur vereint. Früher bot das Lokal nur am Wochenende warme Küche an. Seit 1985 führt Johann Polster, der bei Eckart Witzigmann und Heinz Winkler die Kochkunst gelernt hat, die Gaststätte und machte sie zu einem Restaurant der kulinarischen Spitzenklasse – davon zeugte zwischen 1987 und 1999 ein Michelin-Stern.

Jubiläum Polster & Kitzmann
Auf dem Foto: Johann Polster, Karl Kitzmann, Baptist Polster und Peter
Kitzmann (v.l.) blicken auf 100 Jahre Zusammenarbeit zurück.
Foto: Sabine Ismaier
In jeder Speisekarte spielte Kitzmann eine Rolle. Und spielt sie auch in Zukunft noch. Denn die Geschichte der Partnerschaft hat gezeigt: Kochkunst und Braukultur gehören zusammen. Egal, ob es sich dabei um die reelle und hochwertige regionale Küche in den Polsterstuben handelt, wo man schon vor 100 Jahren zusammensaß. Oder ob man sich im Gourmetrestaurant am Nordende des Hofgartens zum Aperitif ein feinherbes Kitzmann Pils empfehlen lässt.















