Auswirkungen in der Brauerei

Wasser

Das Wasser wird aus zwei eigenen Tiefbrunnen gefördert. Dabei entnehmen wir aus einem Brunnen das Brauwasser. Da daran höhere Anforderungen als an das Frischwasser gestellt werden, wird es in speziellen Anlagen aufbereitet.

Aus dem zweiten Brunnen entnehmen wir Wasser für die Reinigung der Flaschen, Fässer, Tanks und Anlagen, sowie für Kühlwasser der Luft- und Kältekompressoren. Anhand regelmäßiger Untersuchungen können wir eine einwandfreie Qualität unserer Brunnenwässer garantieren. Durch gezielte Wassersparmaßnahmen, z.B. automatisierte Reinigung haben wir den Verbrauch von Frischwasser kontinuierlich gesenkt. Laut Betriebsvergleich liegen wir bis zu 21% unter dem Durchschnittswert für Brauereien gleicher Größenordnung.

Rohstoffe

Bereits bei den Rohstoffen leisten wir unseren Beitrag zur Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe. Für unsere Biere verwenden wir ausschließlich Hopfen aus Frankens Nachbarschaft und fränkisches Gerstenmalz aus dem neutral kontrollierten Anbau. Bereits 1990 hat unsere Brauerei das Pilotprojekt "Kontrollierter und sortenreiner Anbau von Sommerbraugerste" mit ins Leben gerufen. Über eine gleichbleibend hohe Qualität der verwendeten Rohstoffe hinaus, hat diese Maßnahme den Sinn, die Böden und das Grundwasser vor weitgehenden Beeinträchtigungen, z.B. durch Dünge- und Pflanzenschutzmittel zu schützen. Seit 1993 verwenden wir Malz zu 100% aus dem kontrolliertem Anbau.

Bier

Kitzmann-Bier wird nach den Vorschriften des Reinheitsgebotes von 1516 gebraut. Mit dem Einsatz moderner Technik und Technologien verbinden wir nicht nur ökonomische, sondern auch umweltrelevante Gesichtspunkte, z.B. Energie- und Wassereinsparung. Unser Bier wird ausschließlich in Mehrweggebinden (Flaschen, KEG-Fässer, Thermofässer) abgefüllt und bewusst nur auf dem regionalen Markt angeboten. Durch kurze Transportwege bei optimaler Tourenplanung leisten wir so einen Beitrag zur Verringerung der Umweltbelastung durch Abgase.

Nebenprodukte

Während des Malztransportes von der Annahmegasse in die Malzsilos fallen Malzstaub und Ausputz an. Diese finden als Futtermittel Verwendung. Im Sudhaus fallen während des Brauprozesses Malztreber an. Sie sind aufgrund ihrer Zusammensetzung ein sehr hochwertiges Viehfutter und werden ebenfalls von Landwirten aus der Region abgeholt. Wertvoll ist auch die Geläger-Hefe, die als proteinreiches Schweinefutter verwendet wird.

Abwasser

Das betriebliche Abwasser unserer Brauerei wird über die öffentliche Kanalisation an die Sammelkläranlage abgegeben. Das Abwasser wird nach den Vorgaben der Abwassersatzung der Stadt Erlangen abgeleitet. Begutachtungen unseres Standortes durch eine beratende Firma für Abwassertechnik haben ergeben, dass der Bau einer Abwasseranlage zur weiteren Reduzierung der Schmutzfracht aufgrund des Platzbedarfes für entsprechende Anlagen nicht möglich ist. Das Abwasser wird regelmäßig intern in unserem Labor und extern durch die Stadt Erlangen überprüft. Das Abwasseraufkommen pro Hektoliter Bier konnte in den letzten Jahren kontinuierlich u.a. durch den reduzierten Frischwassereinsatz bei der Flaschen- und KEG-Reinigung gesenkt werden. Auch für die Zukunft erhoffen wir uns, diese Entwicklung noch weiter vorantreiben zu können.

Energie

Die Wärmeerzeugung wird in unserer Brauerei durch ölbeheizte Dampfkessel sichergestellt. Das bei der Dampferzeugung entstehende Kondensat wird in einem geschlossenen System zurückgeführt. So können die Wärme- und Kesselwasserverluste reduziert werden. Die größten Elektroenergieverbraucher in der Brauerei sind die Anlagen der Kälteerzeugung. Temperaturen um die 8-10 °C bei der Gärung und um 0 °C bei der Lagerung sind jedoch erforderlich für die Qualität unserer Biere. Um dennoch eine Einsparung an Elektroenergie erreichen zu können, haben wir ein Energiemanagement-System eingerichtet. Hierbei geht es um eine Optimierung der Verbräuche unter Vermeidung von Leistungsspitzen. Dieses System geht davon aus, dass bei elektrischen Betriebsmitteln hoher Leistung der Einschaltzeitpunkt häufig zeitlich verschoben werden kann, ohne dass der Betriebsablauf merklich beeinflußt wird. Das gilt insbesondere für Verbraucher, die in einem gewissen Grad Energie speichern können, wie z.B. Kühlanlagen. Für das Stromlastmanagementsystem sprechen aus ökologischer Sicht die Energie- und Rohstoffeinsparungen, aus ökonomischer Sicht die Verminderung der Stromkosten.

Abfälle

Durch das Engagement aller Mitarbeiter/innen unserer Brauerei konnten wir unser Abfallaufkommen in den letzten Jahren reduzieren. Der größte Anteil aller anfallenden Stoffe in unserer Brauerei sind mit fast 98% organische Abfälle (Malzstaub, Treber, Abfallhefe, Kieselgur). Diese Stoffe geben wir an Landwirte ab, wo sie als Viehfutter, bzw. im Falle der Kieselgur als Düngemittel Verwendung finden. Bereits im Jahre 1993 haben wir in Zusammenarbeit mit der Firma Intechnica GmbH Nürnberg ein Abfallkonzept erstellt und erfolgreich umgesetzt. So erreichen wir schon 1996 eine Verringerung des Restmülls um 30% gegenüber dem Jahr 1994. Seit Ende 1996 führen wir unsere Altetiketten dem Recycling zu. Diese Maßnahme und die konsequente Abfalltrennung ermöglichten eine weitere Reduzierung unseres Aufkommens an hausmüllähnlichem Gewerbemüll um 80%.